09.03.2017

tilbago: Betreibungsprozess unter eigener Kontrolle

tilbago automatisiert Betreibungsvorgänge. Die Cloudlösung kann via Browser genutzt werden und ist Teil der Debitorenmanagementlösung PostFinance SmartBusiness. tilbago wird im Rechenzentrum von PostFinance betrieben. Geschäftskunden mit oder ohne SmartBusiness können damit die Inkassofälle eigenständig und kostengünstig bearbeiten.

Eine Betreibung ist das letzte Mittel in der Kundenbeziehung, das mit grösster Sorgfalt genutzt werden sollte, um keinen Imageschaden zu erleiden. Darauf deutet die hohe jährliche Zahl von Zahlungsbefehlen hin, die an der Haustüre übergeben werden: Fast drei Millionen sind es. Diese enorme Summe an Betreibungsverfahren trifft somit einen grossen Teil der Bevölkerung, aber auch die Unternehmen, die damit hohe Kosten haben.

Selbst durchführen oder auslagern

Aufgrund des bisher hohen manuellen Anteils im Betreibungsprozess lagern Unternehmen das Verfahren meist an eine Inkassofirma aus und nehmen mehr oder weniger stark darauf Einfluss, wie dieses durchgeführt wird. Sie treten im Betreibungsverfahren selbst auf oder überlassen alles ihrem Inkassopartner – in beiden Fällen ist eine korrekte Abwicklung im Hinblick auf die Kundenbeziehung das A und O. «Auch ein Kunde, den man betreibt, ist nach wie vor ein Kunde», sagt David Fuss, CEO von tilbago, einem Luzerner Fintech-Start-up für die digitale Abwicklung des Betreibungsprozesses. «Ein permanentes Vertrauensverhältnis hilft beim Durchsetzen der Forderung, verhindert Missverständnisse und fördert gegenseitige Vereinbarungen. Zudem können Kunden, die in Schwierigkeiten sind, bald wieder auf die Beine kommen.» Um sich auf den Kunden und sein individuelles Problem zu konzentrieren, wäre es jedoch besonders wichtig, den gesamten Betreibungsprozess vollständig unter eigener Kontrolle zu behalten. Das setzte bisher profundes Wissen der gesetzlichen Vorgaben und der kantonal unterschiedlichen Abläufe voraus.
tilbago vereinfacht es Unternehmen, ihre Kunden auch durch die problematische Zeit des Inkassoverfahrens zu begleiten und verkürzt die Durchlaufzeiten. Der Vorgang ist so einfach wie das Versenden einer Mahnung, die Betreibungsämter melden sich im digitalen Prozess – und die Software führt Schritt für Schritt durch das Verfahren. Auf diese Weise erhalten Unternehmen ihre Ausstände früher als bei einem konventionellen Verfahren. Zudem bezahlen sie nur einen Fixpreis pro Fall und erhalten Mengenrabatte. Die Forderungen werden nicht verkauft. Anders gesagt: keine Betreibung, keine Kosten. «Wir sind kein Inkassobüro», sagt tilbago-CEO David Fuss, «sondern ein neutraler Lösungsanbieter für die Selbstbearbeitung von Inkassofällen.» Das sei für KMU besonders wichtig, bei denen jeder Kunde zähle: «Ein unsensibles Inkasso kann das eigene Image beschädigen», sagt Fuss, «denn erstens sind viele Kunden nur zeitweise in Schwierigkeiten und zweitens verbreiten sich negative Erfahrungen über Social Media sehr schnell».

Betreibung in der Cloud

tilbago ist mit PostFinance SmartBusiness verknüpft. Aus der Debitorenverwaltung heraus genügt ein Mausklick zum Anstossen des Betreibungsverfahrens. Auch Kunden ohne SmartBusiness nutzen tilbago via Browser. Eine Installation von Software oder teure Anpassungen an der eigenen ICT-Infrastruktur braucht es nicht. Die Datenverbindungen zwischen Geschäftskunde und tilbago sind gesichert, die Anwendung wird im Rechenzentrum von PostFinance auf eigenen Servern betrieben. Kunden können die Daten nach Abschluss eines Verfahrens auf Knopfdruck lokal sichern und aus der Cloud löschen. Die gesicherte Cloudlösung ermöglicht es, zugriffsberechtigte Mitarbeiter zentral zu verwalten. Sie erhalten Zugriff auf die eigenen Datensätze. Zudem lässt sich der Status auf jedem beliebigen Endgerät mit Internetanschluss abfragen.

Mehr Informationen

www.tilbago.ch
PostFinance SmartBusiness