15.06.2018

Der Schritt in den Onlinehandel

E-Commerce ist nach wie vor im Aufwind und ein Ende ist nicht abzusehen. Es ist somit an der Zeit, sich dahin zu bewegen, wo die Kunden heute sind. Der Einstieg in den Onlinehandel bietet viele Chancen, muss aber auch gut durchdacht sein.

Seit Jahren wächst der Onlinekonsum von Herr und Frau Schweizer. Gemäss einer Erhebung des Verbands des Schweizerischen Versandhandels (VSV) in Zusammenarbeit mit dem GfK und der Schweizerischen Post wurden in der Schweiz 2017 für CHF 8,6 Mrd. Waren und Güter online gekauft. Das entspricht einer Steigerung von 10% gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere im Non-Food-Bereich ist die Verschiebung vom stationären zum Onlineeinkauf frappant. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Von der Planung ...

Wenn die Kunden nicht mehr zum Anbieter kommen, müssen die Anbieter halt zu den Kunden gehen. Doch wie sollen KMU vorgehen, wenn sie in den Onlinehandel einsteigen wollen? In einem ersten Schritt braucht es eine seriöse Planung. Jedes Unternehmen muss für sich definieren, welche Angebote sich für den Onlinevertrieb eignen und wie sie präsentiert werden sollen, was es alles zu beachten gilt (z.B. Rechtliches, Sicherheit, Datenschutz usw.), wie welche Zielgruppen angesprochen und welche Bezahlmöglichkeiten angeboten werden sollen.

... bis zur Umsetzung

Sind die Leitplanken gesteckt, geht es an die Konzeption. Hier wird beispielsweise bestimmt, welche Shoplösung die richtige ist. Die Auswahl ist gross und die Anforderungen sind individuell. Um herauszufinden, welches Shopsystem am besten passt, bietet die Schweizerische Post einen Selbsttest (s. Link unter «Mehr Informationen»). Sind alle relevanten Punkte geklärt, geht es an die Umsetzung. Es empfiehlt sich, sämtliche Aufgaben, die ein Onlineshop mit sich bringt, klar zu definieren und zu bestimmen, wer wofür verantwortlich ist. Ausführliche Informationen, Tipps und Checklisten bietet die KU-Publikation «E-Commerce» (s. Box).

Zentrale Erfolgsfaktoren

Ob ein Shop erfolgreich wird oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab. Besonders zentral sind drei Punkte. Die Logistik, der Service und die Usability. Je benutzerfreundlicher ein Onlineshop ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher am Ende auf «Bestellen» klickt. Doch worauf muss man achten und was sollte man auf jeden Fall vermeiden? Hierzu hat die Schweizerische Post ein Whitepaper mit den wichtigsten Usability-No-Gos zusammengestellt (s. Link unter «Mehr Informationen»).

Zuverlässig, schnell, flexibel

Kurze Reaktionszeiten und top Serviceleistungen sind ein Muss. Bei der Logistik stellen sich gemäss E-Commerce-Report Schweiz 2018 (s. Link unter «Mehr Informationen») drei zentrale Fragen: Welches Leistungsniveau muss erreicht werden, welche Kosten sind tragbar und wie kann man sich von Wettbewerbern abheben? Im vergangenen Jahr waren die E-Commerce-Anbieter noch überzeugt, dass Genauigkeit und Zuverlässigkeit wichtiger sind als Geschwindigkeit. Darauf ausruhen sollte man sich allerdings nicht, denn es ist sicher nur noch eine Frage der Zeit, bis die Same Day Delivery auch in der Schweiz Standard wird.

Tipps und Tricks

Ein Onlineshop ist kein Nebenbei-Geschäft. Wer in den Onlinehandel einsteigen will, muss sich intensiv damit auseinandersetzen. Die KU-Publikation «E-Commerce» unterstützt Kleinunternehmer bei der Planung und Umsetzung eines Onlineshops und bietet zahlreiche Tipps von renommierten Expertinnen und Experten. Jetzt kostenlos bestellen

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Zur Studie «E-Commerce-Report Schweiz 2018»