09.06.2017

Fest mit dem Erfolg verbunden

Ein Familienunternehmen mit unscheinbarem Business Case: Die Zurrfix AG in Sursee LU hat sich mit Zurrgurten für die Ladungssicherung, Lastaufnahme und Absturzsicherung sowie mit Sicherheitskonzepten und -lösungen einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Sicherheit in finanziellen Dingen bietet ihr der langjährige PostFinance-Berater, der das Unternehmen auch bei der Umstellung auf den harmonisierten Zahlungsverkehr begleitet hat.

Eine Absturzsicherung brauchte Othmar Meyer nicht, das Geschäftsmodell war ihm Sicherheit genug: «Wo Menschen arbeiten, müssen Ladungen und Menschen gesichert werden.» Zudem sei man mit den Zurrgurten und Sicherheitskonzepten in fast allen Branchen vertreten. So übernahm er 2004 aus der Pharmabranche kommend die Zurrfix AG von ihrem Gründer. Sie bestand aus dem Schweizer Hauptsitz in Sursee LU und einer deutschen Filiale.

Die Freude an der Sicherheit

Er und seine Frau Silvia, die sich um das Backoffice und die Buchhaltung kümmert, stellten das Unternehmen neu auf, verkauften die deutsche Filiale und richteten sich voll auf den Schweizer Markt aus. Er steigerte die Produktivität in der Herstellung, schaffte speziell für seine Abläufe angefertigte Maschinen an. Seine 22 Mitarbeitenden – mehrheitlich teilzeitarbeitende Frauen – organisieren sich im vierten Stock des Gebäudes im Industriegebiet Sursee selbst. Nur die Ziele gibt er vor – mit Erfolg: «Mein super Team ist flexibel und zuverlässig», sagt er. Die Polyesterbänder aus europäischen Webereien werden hier – auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt – zusammengesetzt, genäht und mit Klemmschlössern, Ratschen und anderen Endbeschlägen versehen. Dabei werden strenge Sicherheitsnormen eingehalten. Die verkauften Zurr- und Hebegurte sowie Kettengehänge werden zudem jährlich mit einer Prüfmaschine, von blossem Auge, mit Lehren und einem Magnetresonanzgerät geprüft: Denn die Hebegurte müssen 70 Tonnen und mehr aushalten. Beim Rundgang wird schnell klar: Hier geht es um die Sicherheit, hier geht es um den Kunden. Othmar Meyer erfüllt selbst ausgefallene Wünsche. «Stückzahl 1 ist unsere Devise», sagt er. Zudem erstellt er ganze Sicherheitskonzepte und richtet Schulungen für Mitarbeitende seiner Kunden aus.
Die Kinder des Ehepaars arbeiten selbst in der Firma mit. «Wenn Marina und Patrick das Geschäft übernehmen wollen, würde uns das freuen», sagt Othmar Meyer. «Uns geht es gut», sagt der unkonventionelle Patron, der keine Budgets erstellt und mit einem Augenzwinkern in Richtung seines langjährigen PostFinance-Beraters Christian Ming sagt: «Wir leben einfach in den Tag hinein.» Das stimmt natürlich nicht, denn Meyer hat klare Vorstellungen über die Entwicklung seiner Firma: «Wir haben eine ideale Grösse», sagt er. Dennoch sucht er ausgehend vom Kerngeschäft nach Diversifikation. «Immer den Kundenwünschen entlang», sagt er. So ist etwa eine Firma für E-Learning-Konzepte in der Sicherheitsschulung entstanden.

Festgezurrt mit Proffix und ISO 20022

Zurrfix war eine der ersten Pilotkundinnen für die Umstellung auf den harmonisierten Zahlungsverkehr auf der Basis von ISO 20022 – eingefädelt von ihrem Berater Christian Ming, dessen Rat das Ehepaar Meyer schätzt. «Das ging reibungslos», sagt Silvia Meyer. «Mein Aufwand dafür war minimal» – zumal sie bereits seit Langem konsequent IBAN-Nummern verwendet. Nur bei wenigen Lohnzahlungen musste sie nachfragen und die Kontonummer in der Businesssoftware Proffix ändern. Viel geändert habe sich mit der Umstellung nicht, sagt sie. Sie erhalte die Daten einfach in einem neuen Format und könne nun den Kontoauszug vom E-Finance direkt in Proffix einlesen und mit den Buchungen vergleichen. «Das ist sehr nützlich.»
Silvia Meyer führt ihre Zahlungsläufe in der Regel wöchentlich durch. Die Anzahl der Transaktionen sei nicht besonders hoch, sagt sie, die Lieferanten in Europa und in aller Welt seien überschaubar, dafür treu und zuverlässig. Wie die Software Proffix, mit der sie den Überblick behält, alle Zahlungen erledigt sowie die Buchungen kontrolliert. Praktisch alle Transaktionen laufen über PostFinance. Silvia Meyer nutzt Konten in den Währungen Schweizer Franken, Dollar und Euro. Währungsrisiken sind kein grosses Thema: Die Zurrfix AG spekuliert nicht und kauft Fremdwährungen zum Tageskurs, wenn sie gebraucht werden. Selten geht Silvia Meyer für Einzelzahlungen direkt ins E-Finance und nutzt es in der Regel nur für die sichere Kommunikation mit PostFinance. Meist erhält sie Einzahlungsscheine oder die entsprechenden ESR-Daten und erstellt daraus via Proffix EZAG-Files für die Zahlungsverarbeitung. Sporadisch treffen E-Rechnungen bei ihr ein.

Permanent optimieren

Von ihrem Berater weiss sie, dass der Einzahlungsschein neu als QR-Code daherkommen wird. Den Wegfall des altbekannten Einzahlungsscheins findet sie nicht weiter bedauerlich; sie verwendet ihn selbst kaum. «Altpapier», lacht sie. «Aber erst nach dem Einlesen der Referenznummer.» Sie und ihr Mann sind ständig auf der Suche nach Prozessoptimierungen im Grossen wie im Kleinen. Davon zeugt etwa die Kamera in der Produktion, die an der Decke hängt und auf einen grossen Tisch gerichtet ist. Mit ihr können die individuell angefertigten Produkte dokumentiert werden. Fürs Archiv und für die Reproduktion, wenn der Kunde neue Gurte benötigt. Auch der neue Onlineshop ist eine digitale Optimierung des eigenen Geschäfts; PostFinance lieferte das Zahlungsmodul dafür. Noch sind die Umsätze bescheiden, «es ist mehr ein Experiment», sagt Othmar Meyer. Mit der Umstellung auf den neuen Zahlungsverkehr und den neuen Datenformaten auf ISO-20022-Basis erhoffen er und seine Frau sich künftig weitere Vorteile im Zuge der Digitalisierung.

Mehr Informationen

www.zurrfix.ch
www.proffix.ch
Harmonisierung Zahlungsverkehr